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So techt Deutschland - der ntv Tech-Podcast

So techt Deutschland - der ntv Tech-Podcast

Autonome Schiffe? Noch kein Thema, sagt Fabian Feldhaus

Schon seit seiner Jugend interessiert sich Fabian Feldhaus für die Schifffahrt. Als passionierter Ruderer und Segler war er oft auf dem Wasser unterwegs. Und so scheint es schon fast logisch, dass er seit gut drei Jahren mit Flagship Founders die maritime Logistik verändern will. Viele Unternehmen, auch große Namen der Branche, haben sich an der Digitalisierung versucht. Bisher meist nur mit mäßigem Erfolg. Kleinere Startups dagegen geraten weniger in Verdacht, die Konkurrenz aufmischen zu wollen. Als sogenannter Company Builder treibt Feldhaus mit Flagship Founders die Digitalisierung voran, indem innovative Startups gegründet und unterstützt werden. Sein Unternehmen spezialisiere sich ausschließlich auf digitale Themen. "Wir lassen die Finger von besseren Schiffsrümpfen, alternativen Antriebsmotoren, den verschiedensten Themen", führt Feldhaus aus. Ein Beispiel ist Kaiko Systems, eine App, die Seeleuten hilft, Inspektionsberichte zu erstellen. "Seeleute sind bis vor kurzem noch mit Papier und Bleistift über die bis zu 400 Meter langen Schiffe gegangen und haben aufgeschrieben, was sie gesehen haben", erklärt Feldhaus die Idee. Die Schäden wurden später am Computer von ihnen aufgeschrieben und als PDF verschickt. Dieser Prozess wird nun mit einer App automatisiert und die Seeleute haben Zeit für andere Aufgaben. Eine frische Finanzierungsrunde über drei Millionen Euro ermöglicht Flagship Founders jetzt weitere zwei Jahre Wachstum. Das Top-Technologie-Thema in der Branche ist aus Sicht von Feldhaus die Dekarbonisierung. Die globale Schifffahrt "stößt mehr CO2 aus als Deutschland", und das sei bei kleineren Prozentzahlen schon ein echter Faktor, sagt Feldhaus. Plattformen und damit eine effizientere Auslastung der Schiffe würden hier die Zukunft sein. Autonome Schiffe sind in aller Munde - Fabian Feldaus bleibt jedoch skeptisch. Warum auch viele Experten in den kommenden zehn Jahren keine autonomen Schiffe sehen und wie Flagship Founders stattdessen auf digitale Lösung setzt, erklärt Fabian Feldhaus in der neuen Folge von "So techt Deutschland".  +++ Sie haben Fragen für Frauke Holzmeier und Andreas Laukat? Dann schreiben Sie eine E-Mail an sotechtdeutschland@ntv.de +++ +++ Weitere Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier: https://linktr.ee/sotechtdeutschland +++ Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://datenschutz.ad-alliance.de/podcast.html Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

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Täuschend echt: Warum wir jetzt über Avatare sprechen müssen

Der aktuelle "Deepfake"-Fall rund um Collien Fernandes und Christian Ulmen zeigt, wie groß die Risiken von KI-generierten Inhalten inzwischen sind. Doch die Technologie kann weit mehr als nur Schaden anrichten. Gemeinsam mit Jan Schellenberger, Co-Gründer und CEO von Coava, geht es um die Chancen von KI-Avataren in Bildung, Unternehmen und Kommunikation. Wie funktionieren digitale Zwillinge echter Menschen, warum führen sie oft zu offeneren Gesprächen und wo liegen die ethischen Grenzen? Gleichzeitig wird deutlich, wie leicht zugänglich solche Tools inzwischen sind – und warum klare Regeln und Transparenz dringend nötig sind. Eine Folge über die Gratwanderung zwischen Innovation und Verantwortung – und die Frage, wie wir KI sinnvoll einsetzen. Webseite: www.sotechtdeutschland.de Mail an: info@sotechtdeutschland.de

08.04.2026 14:52 / 23min

Der aktuelle "Deepfake"-Fall rund um Collien Fernandes und Christian Ulmen zeigt, wie groß die Risiken von KI-generierten Inhalten inzwischen sind. Doch die Technologie kann weit mehr als nur Schaden anrichten. Gemeinsam mit Jan Schellenberger, Co-Gründer und CEO von Coava, geht es um die Chancen von KI-Avataren in Bildung, Unternehmen und Kommunikation. Wie funktionieren digitale Zwillinge echter Menschen, warum führen sie oft zu offeneren Gesprächen und wo liegen die ethischen Grenzen? Gleichzeitig wird deutlich, wie leicht zugänglich solche Tools inzwischen sind – und warum klare Regeln und Transparenz dringend nötig sind. Eine Folge über die Gratwanderung zwischen Innovation und Verantwortung – und die Frage, wie wir KI sinnvoll einsetzen. Webseite: www.sotechtdeutschland.de Mail an: info@sotechtdeutschland.de

08.04.2026 14:52 / 23min

Mut statt "German Angst" - warum KI in Deutschland vor allem Chefsache ist

Philipp Depiereux lebt in Kalifornien zwischen republikanischer Nachbarschaft, Anti-Trump-Flaggen und Tesla-Alltag - und schaut mit einem ungewöhnlich klaren Blick auf Deutschland. Sein Befund: „jetzt mit dem Blick aus USA in Deutschland ist wirklich alles besser außer Mindset.“ Statt „KI Projekt“ fordert er Führung, Mut zum Ausprobieren und eine neue Erzählung über Chancen. Warum „Mensch ist immer wichtiger als Technologie“ der entscheidende Satz für Deutschlands KI-Zukunft sein könnte, hört ihr im ganzen Gespräch.

11.03.2026 11:31 / 28min

Philipp Depiereux lebt in Kalifornien zwischen republikanischer Nachbarschaft, Anti-Trump-Flaggen und Tesla-Alltag - und schaut mit einem ungewöhnlich klaren Blick auf Deutschland. Sein Befund: „jetzt mit dem Blick aus USA in Deutschland ist wirklich alles besser außer Mindset.“ Statt „KI Projekt“ fordert er Führung, Mut zum Ausprobieren und eine neue Erzählung über Chancen. Warum „Mensch ist immer wichtiger als Technologie“ der entscheidende Satz für Deutschlands KI-Zukunft sein könnte, hört ihr im ganzen Gespräch.

11.03.2026 11:31 / 28min

Der „Taiwan-Komplex“ und seine Folgen für die Chipindustrie

Was passiert, wenn ein Hurrikan in North Carolina die weltweite Chipproduktion ins Wanken bringt? Und warum hängen KI, Nvidia & Co. am Ende an nur 21 Unternehmen weltweit? In dieser Folge sprechen Frauke Holzmeier und Andreas Laukert mit Harald Nitschinger, CEO und Mitgründer von Prewave, über die verborgenen Risiken globaler Lieferketten und darüber, wie Künstliche Intelligenz dabei hilft, sie frühzeitig sichtbar zu machen.Prewave hat in einer Analyse 21 Chokepoint-Unternehmen identifiziert, die die weltweite Chipversorgung maßgeblich prägen. Wir sprechen darüber, wie solche Abhängigkeiten entstehen, warum Technologie-Monopole schwer aufzubrechen sind und weshalb Unternehmen heute nicht mehr nur einen Krisenfall planen können, sondern mehrere Szenarien gleichzeitig.

25.02.2026 15:00 / 20min

Was passiert, wenn ein Hurrikan in North Carolina die weltweite Chipproduktion ins Wanken bringt? Und warum hängen KI, Nvidia & Co. am Ende an nur 21 Unternehmen weltweit? In dieser Folge sprechen Frauke Holzmeier und Andreas Laukert mit Harald Nitschinger, CEO und Mitgründer von Prewave, über die verborgenen Risiken globaler Lieferketten und darüber, wie Künstliche Intelligenz dabei hilft, sie frühzeitig sichtbar zu machen.Prewave hat in einer Analyse 21 Chokepoint-Unternehmen identifiziert, die die weltweite Chipversorgung maßgeblich prägen. Wir sprechen darüber, wie solche Abhängigkeiten entstehen, warum Technologie-Monopole schwer aufzubrechen sind und weshalb Unternehmen heute nicht mehr nur einen Krisenfall planen können, sondern mehrere Szenarien gleichzeitig.

25.02.2026 15:00 / 20min

Aufstand gegen Nvidia: Die Geburtsstunde der neuen Hardware-Giganten

Taiwan und Spruce Pine entscheiden über unsere KI-Zukunft. Zwei Orte, von denen unsere Chips abhängen – und ein System ohne Plan B. In dieser Folge geht es um die unsichtbaren Nadelöhre der Chipindustrie, um Nvidias wachsende Macht – und um die Frage, wie verletzlich unsere Wirtschaft wirklich ist. Eine Analyse darüber, warum Effizienz uns abhängig gemacht hat und warum es für viele Risiken keinen Plan B gibt.

11.02.2026 07:00 / 26min

Taiwan und Spruce Pine entscheiden über unsere KI-Zukunft. Zwei Orte, von denen unsere Chips abhängen – und ein System ohne Plan B. In dieser Folge geht es um die unsichtbaren Nadelöhre der Chipindustrie, um Nvidias wachsende Macht – und um die Frage, wie verletzlich unsere Wirtschaft wirklich ist. Eine Analyse darüber, warum Effizienz uns abhängig gemacht hat und warum es für viele Risiken keinen Plan B gibt.

11.02.2026 07:00 / 26min

Große KI-Versprechen, knappe Netze - wo Deutschland wirklich steht

Was haben Millionen Menschen am 9. Dezember gemacht? Sie haben ein Champions-League-Spiel gestreamt: FC Barcelona gegen Eintracht Frankfurt. Was kaum jemand weiß: Genau dieses Spiel hat weltweit den höchsten Datenverkehr des Jahres ausgelöst – gemessen an einem Internetknoten in Frankfurt. Während Deutschland über Künstliche Intelligenz diskutiert, aber beim Einsatz oft zögert, zeigt dieser Datenrekord, wie stark digitale Nutzung bereits unseren Alltag prägt. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos war KI eines der dominierenden Themen - direkt nach Donald Trump und der Geopolitik. Doch zwischen politischen Debatten und Unternehmensankündigungen wird eine andere Frage immer wichtiger: Hält unsere digitale Infrastruktur da überhaupt noch mit? In dieser Folge sprechen wir mit Rasmus Rothe, Gründer von Merantix und Vorsitzender des KI-Bundesverbands, über den Stand von KI in Deutschland, über zögerliche Industrie, fehlende Investitionen und die Frage digitaler Souveränität. Außerdem erklärt Thomas King, CTO des Internetknotenbetreibers DE-CIX, warum der Datenverkehr explodiert, welche Rolle Streaming und KI spielen – und warum Strompreise und Energieversorgung zunehmend zum Standortfaktor werden.

27.01.2026 06:00 / 23min

Was haben Millionen Menschen am 9. Dezember gemacht? Sie haben ein Champions-League-Spiel gestreamt: FC Barcelona gegen Eintracht Frankfurt. Was kaum jemand weiß: Genau dieses Spiel hat weltweit den höchsten Datenverkehr des Jahres ausgelöst – gemessen an einem Internetknoten in Frankfurt. Während Deutschland über Künstliche Intelligenz diskutiert, aber beim Einsatz oft zögert, zeigt dieser Datenrekord, wie stark digitale Nutzung bereits unseren Alltag prägt. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos war KI eines der dominierenden Themen - direkt nach Donald Trump und der Geopolitik. Doch zwischen politischen Debatten und Unternehmensankündigungen wird eine andere Frage immer wichtiger: Hält unsere digitale Infrastruktur da überhaupt noch mit? In dieser Folge sprechen wir mit Rasmus Rothe, Gründer von Merantix und Vorsitzender des KI-Bundesverbands, über den Stand von KI in Deutschland, über zögerliche Industrie, fehlende Investitionen und die Frage digitaler Souveränität. Außerdem erklärt Thomas King, CTO des Internetknotenbetreibers DE-CIX, warum der Datenverkehr explodiert, welche Rolle Streaming und KI spielen – und warum Strompreise und Energieversorgung zunehmend zum Standortfaktor werden.

27.01.2026 06:00 / 23min

Sascha Pallenberg hat keine Lust mehr auf Hype: KI ist keine Sensation

2025 war ein Ausnahmejahr. Die Welt taumelte zwischen technologischem Fortschritt und geopolitischer Unsicherheit, zwischen KI-Euphorie und wachsendem Zweifel. Während im Monatsrhythmus neue Large-Language-Modelle (LLM) vorgestellt wurden, verdichtete sich zugleich das Gefühl, dass wir als Gesellschaft kaum noch hinterherkommen. Weder mit Denken noch mit Regulieren. Jetzt steht 2026 vor der Tür. Ein Jahr, das viele Antworten liefern muss: Wird KI zum Wirtschaftsmotor oder zur Luftnummer? Was passiert mit dem deutschen Industriemodell? Und kann Europa im globalen Tech-Wettbewerb überhaupt noch mitreden? Sascha Pallenberg hat keine Lust mehr auf Hype. Der Tech-Experte, Ex-Daimler-Manager und langjährige Blogger lebt mittlerweile im südlich gelegenen Taichung in Taiwan "Etwas ländlicher, zwei Millionen Einwohner, größtes Kohlekraftwerk der Welt", wie er trocken bemerkt. Von dort aus beobachtet er, wie sich Deutschland und Europa durch ein Jahr voller technologischer Umbrüche, geopolitischer Spannungen und industriepolitischer Fehlentscheidungen manövriert haben. Sein Fazit: Wir stehen vor einem fundamentalen Wandel, aber feiern noch immer die falschen Dinge. "Zwei Wochen nach dem Release von ChatGPT 5.02 rief die Welt: Das ist jetzt das beste KI-Modell der Welt! Drei Wochen vorher rief sie das über Gemini 3 von Google. Und nächstes Jahr geht das wieder so los", sagt Pallenberg. Für ihn ist Künstliche Intelligenz längst keine disruptive Sensation mehr, sondern eine technologische Normalität mit massiven Nebenwirkungen. "Wir müssen uns das einfach mal abgewöhnen. Das ist nichts mehr weltbewegend Neues." "Warum bauen die so verdammt gut Autos?" Deutlich fällt seine Kritik an der deutschen Autoindustrie aus. Seiner Meinung nach hat sie die digitale Transformation verschlafen. Während man in Wolfsburg und Stuttgart die Modelle von gestern verteidigt, nehmen chinesische Hersteller wie BYD mit Tempo und Tech-Offensive Europa ins Visier. "Wir hätten uns schon damals fragen müssen: Warum bauen die so verdammt gute Autos?" Dass BYD bis 2030 ein Händlernetz auf Audi-Niveau in Deutschland aufbauen will, sei kein Zufall, sagt Pallenberg. Es ist eine Kampfansage. Der frühere Daimler-Manager glaubt, dass es nicht nur um Technologie geht, sondern auch um Denkweisen: Während in Europa immer noch vom Lenkrad aus gedacht wird, verstehen chinesische Hersteller das Auto längst als Teil eines vernetzten Ökosystems. Das Smartphone auf Rädern ist dort Realität. Und Deutschland? "Hier reden wir immer noch über Radioempfang". Auch in der geopolitischen Großwetterlage sieht er Europa an einem Scheideweg. Die EU dürfe sich nicht erpressbar machen, wenn es um ihre Digitalgesetze wie den DMA oder DSA geht. "Das Regelwerk der EU ist das stabilste, was wir weltweit haben. Das ist aus gutem Grund so". Dass die USA Strafzölle als Druckmittel einsetzen, um Lockerungen zu erreichen, hält er für brandgefährlich. Sein Ausblick? Ernüchternd, aber klar: "2026 wird heftig für unsere Gesellschaften, für unsere Industrien und für unseren Arbeitsmarkt." Und trotz aller Tech-Begeisterung bleibt ihm ein Wunsch für die nächsten Jahre: Er wolle keine KI, die sich seine Texte schnappt, sondern eine, "die meine Küche aufräumt". Sie haben Fragen für Frauke Holzmeier und Andreas Laukat? Dann schreiben Sie eine E-Mail an sotechtdeutschland@ntv.de Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

31.12.2025 05:00 / 42min

2025 war ein Ausnahmejahr. Die Welt taumelte zwischen technologischem Fortschritt und geopolitischer Unsicherheit, zwischen KI-Euphorie und wachsendem Zweifel. Während im Monatsrhythmus neue Large-Language-Modelle (LLM) vorgestellt wurden, verdichtete sich zugleich das Gefühl, dass wir als Gesellschaft kaum noch hinterherkommen. Weder mit Denken noch mit Regulieren. Jetzt steht 2026 vor der Tür. Ein Jahr, das viele Antworten liefern muss: Wird KI zum Wirtschaftsmotor oder zur Luftnummer? Was passiert mit dem deutschen Industriemodell? Und kann Europa im globalen Tech-Wettbewerb überhaupt noch mitreden? Sascha Pallenberg hat keine Lust mehr auf Hype. Der Tech-Experte, Ex-Daimler-Manager und langjährige Blogger lebt mittlerweile im südlich gelegenen Taichung in Taiwan "Etwas ländlicher, zwei Millionen Einwohner, größtes Kohlekraftwerk der Welt", wie er trocken bemerkt. Von dort aus beobachtet er, wie sich Deutschland und Europa durch ein Jahr voller technologischer Umbrüche, geopolitischer Spannungen und industriepolitischer Fehlentscheidungen manövriert haben. Sein Fazit: Wir stehen vor einem fundamentalen Wandel, aber feiern noch immer die falschen Dinge. "Zwei Wochen nach dem Release von ChatGPT 5.02 rief die Welt: Das ist jetzt das beste KI-Modell der Welt! Drei Wochen vorher rief sie das über Gemini 3 von Google. Und nächstes Jahr geht das wieder so los", sagt Pallenberg. Für ihn ist Künstliche Intelligenz längst keine disruptive Sensation mehr, sondern eine technologische Normalität mit massiven Nebenwirkungen. "Wir müssen uns das einfach mal abgewöhnen. Das ist nichts mehr weltbewegend Neues." "Warum bauen die so verdammt gut Autos?" Deutlich fällt seine Kritik an der deutschen Autoindustrie aus. Seiner Meinung nach hat sie die digitale Transformation verschlafen. Während man in Wolfsburg und Stuttgart die Modelle von gestern verteidigt, nehmen chinesische Hersteller wie BYD mit Tempo und Tech-Offensive Europa ins Visier. "Wir hätten uns schon damals fragen müssen: Warum bauen die so verdammt gute Autos?" Dass BYD bis 2030 ein Händlernetz auf Audi-Niveau in Deutschland aufbauen will, sei kein Zufall, sagt Pallenberg. Es ist eine Kampfansage. Der frühere Daimler-Manager glaubt, dass es nicht nur um Technologie geht, sondern auch um Denkweisen: Während in Europa immer noch vom Lenkrad aus gedacht wird, verstehen chinesische Hersteller das Auto längst als Teil eines vernetzten Ökosystems. Das Smartphone auf Rädern ist dort Realität. Und Deutschland? "Hier reden wir immer noch über Radioempfang". Auch in der geopolitischen Großwetterlage sieht er Europa an einem Scheideweg. Die EU dürfe sich nicht erpressbar machen, wenn es um ihre Digitalgesetze wie den DMA oder DSA geht. "Das Regelwerk der EU ist das stabilste, was wir weltweit haben. Das ist aus gutem Grund so". Dass die USA Strafzölle als Druckmittel einsetzen, um Lockerungen zu erreichen, hält er für brandgefährlich. Sein Ausblick? Ernüchternd, aber klar: "2026 wird heftig für unsere Gesellschaften, für unsere Industrien und für unseren Arbeitsmarkt." Und trotz aller Tech-Begeisterung bleibt ihm ein Wunsch für die nächsten Jahre: Er wolle keine KI, die sich seine Texte schnappt, sondern eine, "die meine Küche aufräumt". Sie haben Fragen für Frauke Holzmeier und Andreas Laukat? Dann schreiben Sie eine E-Mail an sotechtdeutschland@ntv.de Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

31.12.2025 05:00 / 42min